Robinson Crusoe

Die Lektüre von Daniel Defoes literarischem Strandgut «Robinson Crusoe» hat schon bei uns 10-Jährigen Gänsehaut gezüchtet. Pünktlich zum 300. Geburtstag der Erstausgabe legt nun der mare Verlag eine ungekürzte und kommentierte Übersetzung der Originalvorlage vor. Man lese und staune: Gleich am Anfang, wo der begüterte Vater seinem 16-jährigen Sohn davon mit klugen Worten abzuhalten versucht, zur See zu fahren, wird klar, dass der Original-Robinson unserer Jugend ein anderer war. Nämlich ein Abenteuerroman, der vom Überleben, von wilden Kannibalen und hungrigen Wölfen handelt. Die Passage, wo der Vater eine soziale Analyse vornimmt – der Adel leide an einem Zuviel, das Proletariat an einem Zuwenig – sind Sätze, die wir als 12-Jährige nie verstanden hätten. Daniel Defoe (um 1660 – 1731), dessen Weltbestseller 1719 erschien, lässt seinen Helden vom Sünder zum gottesfürchtigen Frommen werden, als Missionar, der seinen Schützling Freitag zum Christentum bekehrte. Seitenlang hält Robinson seine Glaubenszweifel fest – hie und da etwas gar langatmig. Auf 415 Seiten ist trotzdem ein spannendes Überlebensbuch, ein Klassiker der Meeresliteratur und eine Abhandlung über das grausame Gebaren der Konquistadoren entstanden. Und wie immer bei mare: sorgfältigste Druck- und Bindearbeit.

Vorgestellt in Ausgabe 179

Ausgabe: 2019
Autor: Daniel Defoe
Format: 13 x 21 cm
ISBN: 978-3-86648—291-3
Verlag: Mare Verlag, D-Hamburg
CHF 55.50
 

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